Unser Mitglied bnw:pr stellt sich vor

bnw:pr

An dieser Stelle stellen sich in loser Reihenfolge die verschiedenen Mitglieder des BAB vor. Weiter geht es mit Bruno-Neurath Wilson (bnw:pr):

Bitte stell dein Unternehmen kurz vor:

 

bnw:pr ist eine „one-man-show“ – ich bin Öffentlichkeitsarbeiter und Filmemacher. Meine Auftraggeber kommen überwiegend aus dem gewerkschaftlichen, gemeinnützigen und öffentlichen Bereich.. Gegründet 1997

Ich unterstütze meine Auftraggeber dabei, ihre speziellen Öffentlichkeiten anzusprechen, ihre Zielgruppen zu erreichen und ihre Botschaften „an den Mann und die Frau“ zu bringen. Dabei wird die „Bewegtbildkommunikation“ (Videos) immer wichtiger, aber auch die klassischen Instrumente wie Pressegespräche, Pressemeldungen, Webseiten, gedruckte Prospekte, Messeauftritte etc. sind nach wie vor unentbehrlich.

2. Frage: Was war das spannendste/anspruchsvollste Projekt im letzten Jahr?

 

Etwas ganz unspektakuläres : Vor 5 Jahren habe ich für die IG Metall eine historische Videocollage mit dem Titel «Aus Gastarbeitern wurden Kolleginnen und Kollegen» produziert. Anlass war der 40. Jahrestag der Reform des Betriebsverfassungsgesetzes 1972: Damals erhielten die ausländischen Arbeitnehmer/innen bei der Wahl von Betriebsräten neben dem aktiven auch das passive Wahlrecht, das ihnen bis dahin vorenthalten war. Das reformierte Betriebsverfassungsgesetz gilt als ein Meilenstein der deutschen Integrationspolitik und ist eines der großen Reformwerke der Regierung von Willy Brandt. Damit erhielten die Arbeitsimmigranten innerhalb der Betriebe mehr Rechte als in der Gesellschaft … wo ihnen bis heute das kommunale Wahlrecht vorenthalten bleibt.

Der Film ist für Schulungszwecke im Intranet der IG Metall verfügbar.

http://filme-zum-zuhoeren.de/aus-gastarbeitern-wurden-kolleginnen-und-kollegen/

2016 fand in Dortmund die Ausstellung «Onkel Hasan und die Enkel» statt – mein Film war im Rahmenprogramm dieser Ausstellung zu sehen. Über 7.000 Besucher/innen haben die Ausstellung besucht – einige tausend werden meinen Film gesehen haben. Ich hatte kaum noch Arbeit damit – trotzdem ein toller Erfolg „im Nachhinein“!

http://filme-zum-zuhoeren.de/ausstellung-onkel-hasan-geht-weiter/

Mit dem Film „Industrie 4.0: Chancen nutzen – Risiken begrenzen“ konnte ich die Öffentlichkeitsarbeit der IG Metall im Jahre 2016 unterstützen. Ende 2015 habe ich ihn mit meinem Team fertiggestellt – 2016 ist er eingesetzt worden:

http://filme-zum-zuhoeren.de/industrie-4-0-auf-dem-gewerkschaftstag-der-ig-metall/

3. Frage: Welche Projekte sind für 2017 geplant?

 

Zu meinem beruflichen Selbstverständnis gehört, das ich gelegentlich auch ehrenamtlich arbeite. So habe ich im vergangenen Jahr einen kleinen Videofilm über die Entstehung des „Flüchtlingsdorfes Ruhrgebiet“ in Kurdistan im Nordirak gedreht.

http://filme-zum-zuhoeren.de/fluechtlingsdorf-ruhrgebiet-im-nordirak/

In diesem Jahr – im Mai – wollen wir wieder nach Kurdistan fahren und die weitere Entwicklung dieses bemerkenswerten Projektes dokumentieren.

4. Frage: Warum bist du/dein Unternehmen Mitglied im BAB?

 

Ich bin in eine Familie hineingeboren, in der politisches und gewerkschaftliches Engagement selbstverständlich waren. Mein Vater war siebeneinhalb Jahre im Zuchthaus und KZ. Ich war Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung (als sie noch „Stiftung Mitbestimmung“ hieß) und bin seit über 40 Jahren Mitglied der Gewerkschaft – ganz früher HBV, dann GEW, ÖTV und nun ver.di.

Ich bin sehr froh darüber, dass meine gesellschaftspolitischen Vorstellungen auch in meinem beruflichen Handeln zum Tragen kommen können … deshalb ist meine Mitgliedschaft im BAB nur selbstverständlich. Ich wünsche mir aber mehr Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im BAB.